Sklave der eigenen Gedanken – warum wir meditieren müssen
Wie viel von deinem Leben ist schon an dir vorbeigezogen – mitgerissen von deinen eigenen Gedanken? Es ist eine der ältesten Fragen der buddhistischen Praxis, und sie klingt für viele überraschend vertraut: Seit undenklichen Zeiten hängen wir in Vorstellungen und eingeübten Mustern fest, die uns Moment für Moment weitertreiben, ohne dass wir es wirklich bemerken.
„Ich höre diese Lehre oft in tibetischen Klöstern, und jedes Mal trifft sie mich neu. Denn kaum ein Gedanke taucht auf, folgen wir ihm schon – und merken gar nicht, wie viel Lebenszeit uns dabei durch die Finger rinnt.“
Video: Werde nicht zum Sklaven deiner Gedanken
Ein Leben lang auf der Flucht vor uns selbst
Kaum kommt ein Gedanke, folgen wir ihm. Kaum verklingt er, taucht der nächste auf – und wir folgen auch diesem. So reiht sich ein Moment an den anderen, ein ganzes Leben lang, ohne dass wir je innehalten. Wenn dieses Leben endet, wissen wir nicht sicher, wohin wir gehen. Was uns weiterträgt, ist unser Karma: die Summe all der Gedanken, Worte und Taten, denen wir gefolgt sind.
Longchenpa: Erkennen reicht nicht
Der grosse Meister Longchenpa brachte es einst in einem eindrücklichen Bild auf den Punkt: Man mag seine eigene wahre Natur zwar erkennen – doch ohne stetige Übung gleicht man einem Kind, das auf einem Schlachtfeld zurückgelassen wird. Es wird unweigerlich fortgetragen.
Bei Himalaya Vibes begegnen uns diese kleinen Alltagsanker jeden Tag – als Duft, als Zählkette, als Ritualobjekt. Hier ein paar Begleiter für deine eigene Praxis:
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