Mala aus Sandelholz – aus dem Klosterladen von Namdroling
Mala aus Sandelholz – aus dem Klosterladen von Namdroling
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„Wenn jemand bei uns an der Kramgasse zum ersten Mal eine Mala in die Hand nimmt, merke ich oft: Die Finger finden ganz automatisch die Perlen, fast wie von selbst. Bei dieser Mala aus dem Klosterladen von Namdroling passiert das besonders schnell – das warme, rotbraune Holz liegt einfach gut in der Hand. Ich zeige sie gerne als Erstes, wenn jemand auf der Suche nach einer Mala für den Alltag ist, die nicht nur schön aussieht, sondern auch eine Geschichte trägt."
Fachliche Einordnung – welches „Sandelholz" steckt wirklich drin?
Ein kleiner Punkt, der mir wichtig ist, weil ich ihn oft erkläre: „Sandelholz" ist nicht immer dasselbe Holz. Echtes, helles Sandelholz (Santalum album) ist cremefarben und wird wegen seines starken Duftes vor allem für Öle und Räucherwerk verwendet – heute ist es selten und streng geschützt.
Die Mala hier besteht aus rotem Sandelholz (Pterocarpus santalinus). Du erkennst es an der satten, rotbraun bis kastanienfarbenen Tönung und der feinen Maserung, die bei jeder Perle leicht variiert – kein Stück gleicht dem anderen.
108 Perlen, eine grössere Guru-Perle und ein mehrfädiger Quasten-Anhänger in Bordeaux – die klassische Form. Mit rund 30 g Gewicht lässt sich die Mala mehrfach um das Handgelenk wickeln oder als längere Mala um den Hals tragen.
Herkunft – aus dem Klosterladen von Namdroling
Namdroling Kloster liegt in Bylakuppe, Südindien, und ist eines der grössten Klöster der Nyingma-Tradition im Exil – bekannt auch als „Goldener Tempel". Direkt vor Ort gibt es einen kleinen Laden, der von den Mönchen selbst geführt wird.
Dort finden Pilger und Besucher Räucherwerk, Malas, Bücher und religiöse Gegenstände – diese Mala stammt genau aus diesem Laden. Der Erlös kommt direkt der Klostergemeinschaft zugute: dem Unterhalt und der Ausbildung der Mönche und Nonnen, die dort leben.
Bedeutung & Tradition – wofür die Mala steht
Eine Mala mit 108 Perlen ist im tibetischen Buddhismus das Werkzeug, um Mantras zu zählen – am bekanntesten ist OM MANI PADME HUM, das Mantra des Mitgefühls. Jede Perle, die zwischen den Fingern weiterwandert, ist eine kleine Wiederholung, ein kleiner Moment der Konzentration.
Was ich an dieser Mala besonders mag, ist die Farbe: Dieses warme, erdige Rotbraun erinnert an Wurzeln, an etwas, das fest mit dem Boden verbunden ist. Wenn jemand zu mir kommt, der sich „ungeerdet" fühlt – viel im Kopf, wenig im Körper – lege ich oft genau diese Mala in die Hand.
Pflege & Anwendung
- Aufbewahrung: Am besten im traditionellen Brokat-Beutel, geschützt vor Staub und direkter Sonne.
- Cremes & Parfum: Vor dem Auftragen die Mala kurz ablegen – Öle und Duftstoffe können die Oberfläche verändern.
- Reinigung: Ein trockenes, weiches Tuch reicht völlig – kein Wasser, kein Alkohol.
- Tägliche Anwendung: Morgens ein paar Runden, ein paar bewusste Atemzüge – ein guter Start in den Tag.
